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Antisemitismus auf der documenta fifteen (d15) oder Nachhilfeunterricht für einen Oberbürgermeister

Das gebetsmühlenartige, aber alles andere als logische Gerede über die d15 als Weltausstellung des „Globalen Südens“, hat mit den erhobenen Vorwürfen, dass die vorgelagerte Findungskommission und die Kuratorengruppe Ruangrupa selbst und dazu eine erkleckliche Anzahl von Künstlerinnen und Künstler dem BDS nahe stünden und mehr oder weniger heftig antisemitisch eingestellt seien, nichts zu tun.

Darüber hinaus entlarvt sich dieses Gerede als simple Ausrede, denn DEN globalen Süden gibt so nicht, sondern nur einen mit einer fast unüberschaubaren Vielfalt an Geschichte(n), kolonialen oder nicht kolonialen Vergangenheiten und ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Bedingungen, die verschiedener kaum sein könnten. Oder möchte jemand behaupten, in Botsuana, wiewohl noch weiter im Süden gelegen denn Nigeria z.B., herrschten auch nur annähernd die gleichen gesellschaftlichen Bedingungen? Derartige Vergleiche sind lächerlich. Während in Nigeria, genauer in Owo, einer Stadt im Bundesstaat Ondo, erst Anfang Juni d.J. wieder einmal islamistische Terroristen zuschlugen und wahllos über 60 Kinder und Erwachsene in einer Kirche ermordeten, gibt es in Botsuana eine seit 1966 funktionierende Demokratie nach westlichem Muster, die Frauen gleiche Rechte einräumt, die Gewinne der Diamantenausbeutung im Land lässt und die ein gut funktionierendes Bildungs- und Gesundheitswesen geschaffen hat; mit einer niedrigen Fertilität und einer extrem niedrigen Kindersterblichkeit obendrein. Nicht dass damit Botsuana ein Paradies wäre. Sicher nicht. Es wird jedoch nicht umsonst als Schweiz des afrikanischen Kontinents bezeichnet und für Nigeria gilt in vielerlei Hinsicht das genaue Gegenteil. Details führten hier zu weit. Eins jedoch ist klar: Wie allein der Vergleich zwischen diesen beiden ehemaligen britischen Kolonien in Afrika zeigt, gibt es DEN undifferenzierten „Globalen Süden“ so gar nicht. Das gilt für Süd-, Ost und andere Teile Asiens ebenso wenig wie für Süd- und Mittelamerika. Auch dort sind die Unterschiede teils gigantisch groß.
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OB Geselle überfordert

Manche Leute organisieren sich selbst Jobs, die sie am Ende häufig überfordern. Auch wenn die dafür nötige Stimmenzahl bei Wahlen für politische Ämter z.B. erreicht wird, um den Job anschließend ausüben zu dürfen, korrelieren Stimmen- und Prozentzahlen bei Wahlen leider nicht zwangsläufig mit den erforderlichen Fähigkeiten für die Ausübung solcher Ämter.

Beim Kasseler OB, Herrn Geselle, ist das anscheinend auch so. Beispiele dafür gibt es zur Genüge, denn dieses Überforderungssyndrom ist bei ihm schon länger zu beobachten. Häufig getarnt und daherkommend in hemdsärmeliger Machermanier ... Aktuell jedoch fällt die Überforderung besonders deutlich auf, weil man sie fast zeitgleich bei drei nicht unwichtigen Themen beobachten kann:

Verkehrswende

Bei den vielen Artikeln, die ich über die Verkehrspolitik der Kasseler SPD in den zurückliegenden Jahrzehnten geschrieben habe, ganz unabhängig vom jeweils aktuellen Anlass, muss meistens bis ins Jahr 1993 zurückgegangen werden. Denn just bei den damals stattfindenden Kommunalwahlen katapultierte sich die SPD, bislang unangefochtene, jahrzehntelang dominante politische Kraft, abrupt unter einen bis dahin fast als normal angesehenen Wählerstimmenanteil von 50 Prozent.

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Tempo 30 ganz ohne den bescheuerten Andi Scheuer: In allen Städten und sofort!

Es gibt Menschen, die mit der Bundestagswahl im September bestimmte Hoffnungen verbinden werden. Viele werden das inzwischen aber eher nicht (mehr) tun. Einige der Letzteren auch deshalb, weil trotz des vielen Redens über die Klimawandel-Bekämpfung, über immer neue Volten in der Energie-, Landwirtschafts- und Verkehrspolitik, inzwischen die Glaubwürdigkeit der Politik auf der Strecke geblieben ist. Wer, wie CDU und SPD, die die Hebel der Macht seit Jahrzehnten richtig fest in der Hand hielten - sie stellten schlicht alle Regierungen seit Bestehen der BRD, in welcher Farbkombination auch immer - jetzt plötzlich derart geläutert und handlungsbereit auftritt, nur weil ein Gerichtsurteil den beiden Parteien ordentlich die Leviten las, ist alles andere als glaubwürdig. Und wer sollte z.B. einem Herrn Laschet Vertrauen entgegen bringen gerade in Umweltbelangen, wenn der vielleicht im Oktober in enger Umarmung mit Herrn Merz die neue Umweltpolitik der BRD bestimmt? Und wer sollte Herrn Scholz Glauben schenken, der sich um das Wohl der Hamburger Banken mehr gekümmert hat als um arme Hamburger*innen, obwohl er doch damals auch schon sehr genau wusste, dass CumEx-Geschäfte verbrecherischer Steuerbetrug in großem Stil sind? Und auch seine Rolle im Wirecard-Skandal macht ihn nicht vertrauenswürdiger, auch wenn er weiterhin unter dem Label ‚sozial und demokratisch‘ für sich wirbt.

Wollen, sollen wir wirklich glauben, dass Herren wie Scholz und/oder Laschet, in welcher Kombination auch immer sie eine neue Regierung nach den September-Wahlen bilden werden, dann die einschlägigen Konzerne und die wirklich Mächtigen und Reichen dieses Landes in die Schranken verweisen? Dieser Gedanke nötigt mir nur ein müdes Lächeln ab. Denn: Wie immer werden sie weiterhin nahezu jede ökologische Schandtat begehen, jedes weitere Stück neuer Autobahn mit Zähnen und Klauen durchprügeln, wie wir es gerade am Dannenröder Forst live beobachten durften. Sie werden uns sicherlich weitere Jahre mit Glyphosat bescheren, weiter ihre Hand schützend über K+S halten, damit dieser unbelehrbare Salzgigant weiterhin Flusssysteme und Grundwasser vergiften und zerstören kann. Und sie werden bis 2038 nicht nur hier bei uns weiter Braunkohle verfeuern lassen, sondern ebensolche Kraftwerke mit Bundesbürgschaften und entsprechenden Gewinnen bei den Produzenten solcher Anlagen an andere Länder verkaufen. Ja, all das um der Arbeitsplätze willen und damit der Aktienmarkt die Reichen, Mächtigen und Schönen der Republik immer wieder aufs Neue beglückt. Und Herrn Scheuer, dem beScheuertsten Verkehrsminister ever, wird mit großer Sicherheit wieder eine neue Spitzenkraft aus der CSU-Riege folgen, der/die es nicht viel besser machen wird als eben dieser unser Andi.

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Für eine klima-neutrale documenta15 2022

Für eine



klima-neutrale



documenta15 2022



Kultur ist das, was uns Menschen in Teorie und Praxis untereinander und mit der Umwelt verbindet. Die Klimakrise ist deshalb eindeutig eine Krise unserer Kultur und damit menschengemacht. Sie ist eng verbunden mit unserem exzessiven Konsum und aufwendigen Lebensstil. Und was für das praktische Leben eines jeden einzelnen von uns gilt, betrifft in ähnlicher Weise auch kulturelle Grossveranstaltungen wie die documenta. Deren 14. Ausgabe im Jahr 2017 hat die ökologische Unangepasstheit besonders deutlich und messbar gemacht durch die zwei Veranstaltungsorte Kassel und Athen und dem entsprechend ausgeprägten Kunsttourismus. Kulturökologische Nachhaltigkeit sieht anders aus.


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Endlich

Auch wenn Eigenlob schlecht beleumundet ist: Den Verlust der Mehrheit für die SPD in der neuen StaVo habe ich just hier in diesem Blog schon vor Wochen, Ende November 2020, treffsicher vorhergesagt… Keine Kunst!

http://kassel-zeitung.de/cms1/index.php?/archives/18773-Alle-warten-auf-das-Ergebnis-eines-OB-Solos-in-Sachen-documenta-Institut.html#extended

In Bezug auf das ultraschlecht und überaus dilettantisch gemanagte documenta-Archiv-Projekt im Herzen der Stadt meinte ich, dass sich der OB vielleicht verkalkuliert, „falls er sich Wahlergebnisse vorstellen sollte, die ihm (nach den Wahlen) neue Handlungsspielräume bringen“. Genau diese neuen Spielräume hat er nun nicht! Denn jetzt, wo sich die Grünen, ganz dem Zeitgeist entsprechend, mit deutlicher Mehrheit durchgesetzt und zur stärksten Fraktion gemausert haben, hat der sich gerne als Alleinentscheider gebende, oft hemdsärmlig agierende OB ein Problem: Die „Pole–Position“ im Rathaus hat die SPD nach vielen Jahrzehnten nun zum 2. Mal nach dem Krieg verloren und die Grünen werden sich die Butter hoffentlich nicht mehr ganz so leicht vom Brot nehmen lassen. Aber nur falls oder wenn sie aus den vielen bitteren Erfahrungen aus den vorangegangenen rosa-grünen Kooperationen hier im Kasseler Rathaus endlich gelernt haben!
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Alle warten auf das Ergebnis eines OB Solos in Sachen documenta Institut

Was für eine Chance, aber welch – bis heute zumindest - klägliches Ergebnis: Das documenta Institut ist zwar noch nicht in den Sand gesetzt, aber als verfahren darf man die Situation schon bezeichnen. Nach einer eindeutig dilettantischen Vorauswahl geht das Baudezernat mit einer Liste potentieller Standorte ins Rennen um die Realisierung dieses wichtigen, von nahezu allen befürworteten großen Zukunftsprojekts. Es hat das Zeug, vor allem anderen, die Marke documenta im Interesse der Stadt zu stärken. Im Falle einer richtigen Standortwahl kommt hinzu, dass so ein Projekt das Potential hat, dem ausgewählten Standort und seiner Umgebung langfristig positive Impulse zu geben und entsprechenden Glanz zu verleihen. Vor allem und nicht zuletzt: Eine professionelle und erfolgreiche Realisierung eines solchen Projekts birgt erhebliche Potentiale für die Stadt als Ganzes. Soweit gibt es sicherlich Einvernehmen. "Alle warten auf das Ergebnis eines OB Solos in Sachen documenta Institut" vollständig lesen

Ein Inserat mit einem lauten Plädoyer für einen Karlsplatz mit Documenta Institut

Auch wenn der sozialdemokratische Hochadel Kassels, für die o.a. Anzeige ein wenig an- und eingegrünt, zusammen mit denjenigen, die stets in seinem Dunstkreis sich befinden, nun die Entscheidung der aktuellen politischen Führung der Stadt für den Parkplatz an der Oberen Karlsstraße als zukünftigen Standort des Documenta Instituts abgesegnet hat, muss dieser Standort deswegen noch lange nicht der Richtige oder gar Beste sein. Auch wenn diese Absegnung mit einer ganzseitigen, um nicht zu sagen „einseitigen“ Anzeige in der HNA am 27. Juni 2020 den Eindruck erwecken soll, dass angesichts der Wucht an Kompetenz, die mit den Namen ganz offensichtlich demonstriert und transportiert werden soll, nun alles gesagt sei, so tritt dennoch bei anders denkenden Fachleuten und Historikern eher Irritation auf. Warum, das soll hier kurz erläutert werden.

Inserat in der HNA vom 27. Juni 2020
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SPD und Grüne in Kassel bis zu den Neuwahlen 2021 ohne Mehrheit

Weil politische Debakel – auf welcher politischen Ebene auch immer – oft und gleich personalisiert werden, reden jetzt viele über einen „untreuen“ Liberalen, der das Dreier-Bündnis aus SPD, Grünen und diesem einen freischwebenden Liberalen hat über die Klinge springen lassen. Was darüber so alles kolportiert und berichtet wird: Das meiste davon ist Unsinn, Kaffeesatzleserei und/oder überflüssig. Denn solche fruchtlosen Debatten über ein bestimmtes Abstimmungsverhalten führen weg vom eigentlichen Problem: Warum hat dieser Abgeordnete die Koalition verlassen und damit gegen zwei wichtige rot/grüne Projekte gestimmt bzw. eine Abstimmung darüber verhindert?

Der Grund, kurz zusammengefasst, ist der, dass bei diesen beiden bedeutenden städtebaulichen Projekten – Markthalle und documenta Institut auf dem Karlsplatz - wieder einmal weder professionelles Projektmanagement stattfand noch eine ausreichende, kohärente und transparente Kommunikation. Letzteres gilt für den parlamentarischen Bereich, d.h. die rechtzeitige und umfassende Information und Einbindung aller Fraktionen, wie auch für die jeweils betroffenen bzw. fach-interessierten Gruppierungen der Kasseler Bürgerschaft. Vieles bei diesen beiden bedeutenden Projekten erinnert sehr an die dilettantischen Versuche, in Kassel eine Multifunktionshalle (zuerst auf den Giesewiesen und dann bei Salzmann) zu bauen bzw. das Technische Rathaus aus dem Zentrum der Stadt weit ab davon in den Kasseler Osten zu verlagern. Beide Projekte sind, wie sich alle Interessierten bestimmt noch gut erinnern, kläglich gescheitert…

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StadtLabor spezial: Eine Vision für das documenta-Institut aus Sicht der Kunsthochschule Kassel

Klaus Schaake "experimentierte" mit Prof. Joel Baumann (Rektor) und Prof. Alexis Joachimides (Prorektor) dazu, was und wie ein documenta Institut aus ihrer Perspektive werden könnte.
"Im Zentrum des documenta Instituts sollte die Selbstverpflichtung stehen, die Kunst stark zu denken – als individuellen Fall aber auch als grundsätzliche Haltung gegenüber einer Realität. Das führt zu dem Anspruch an ein documenta Institut, genauso radikal, genauso frei, genauso experimentell und prägend zu sein wie die documenta selbst." So formuliert es die Einladung zu einer Veranstaltung am 20. November 2019 in der Kunsthochschule Kassel, bei der die Kunsthochschule ihre Haltung zu diesem Projekt vorstellen wird.
Im StadtLabor standen Joel Baumann und Alexis Joachimides vorab Rede und Antwort und entwickelten Ideen und Visionen für diese weltweit einmalige Einrichtung.
>>Anhören

StadtLabor: Bauhaus | documenta. Vision und Marke


StadtLabor zu "Bauhaus | documenta. Vision und Marke" herunterladen

Bauhaus und documenta sind zwei global erfolgreiche kulturelle Marken, die für ein weltoffenes, innovatives und modernes Deutschland stehen.
Die Ausstellung „Bauhaus | documenta. Vision und Marke“ in der Neuen Galerie will die Mythen um zwei wichtige deutsche Institutionen des 20. Jahrhunderts nicht unhinterfragt weiterstricken und nähert sich ihnen jenseits der Sakralisierung.
Klaus Schaake "experimentierte" im StadtLabor des Freien Radios Kassel mit Dr. Birgit Jooss (Direktorin des documenta archivs) und Prof. Philipp Oswalt (Fachbereich Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung der Universität Kassel und Mit-Kurator der Ausstellung). kassel-zeitung dokumentiert die am 11. Juli 2019 im Freien Radio Kassel ausgestrahlte Sendung. Die Musiktitel sind im Podcast nicht enthalten. Das hat mit der GEMA zu tun.

Die documenta 15 wird ein spannendes Experiment

Ade Damawan und Farid Rakun, Foto: Kopetzki
Gastbeitrag von Christian Kopetzki
„Wir haben kein Ausstellungskonzept im klassischen Sinne vorgelegt. Wir wollen mit dem Kontext, in dem wir in Kassel leben, etwas aufbauen.“ Und: “----wollen das Augenmerk auf heutige Verletzungen richten. Insbesondere solche, die ihren Ausgang im Kolonialismus, Kapitalismus, oder in patriarchalen Strukturen haben. Diesen möchten wir partnerschaftliche Modelle gegenüberstellen, die eine neue Sicht auf die Welt ermöglichen.“
Das sind einige Sätze, die von Vertretern des überraschend für die künstlerische Leitung der documenta 15 ausgewählten indonesischen Kollektivs Ruangrupa = „Raum für Kunst“, oder „Raumform“ zu lesen oder hören waren, als sie am 22.2.2019 in der Documenta-Halle vorgestellt wurden.

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Un-Entstelltes: Der Mussolini-Obelisk in Rom

Ich wollte hier ein Foto vom Mussolini-Obelisk in Rom veröffentlichen, hab es aber nicht hingekriegt, denn diese Kassel-Zeitung-Software stammt wohl noch aus der Stummfilm-Zeit - und eine Kommunikation zwischen den Fachleuten hinter den Kulissen und den Texte-Verfassern findet nicht statt. Als ich einst bat, SATIRE als Kategorie einzurichten, gab es keine Reaktion - bis heute nicht. Die Kassel-Zeitung ist eine lahme, vielleicht sogar eine tote Ente.


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Was von Geselles Nachtaktion hängen blieb

Folgendes Zitat habe ich soeben auf einer Seite von Deutschlandfunk Kultur entdeckt:

>>In der Kasseler Stadtverordnetenversammlung ist die AfD mit 11 Prozent zwar nicht ganz so stark vertreten, doch dass der Kasseler Bürgermeister, ein SPD-Mann, das documenta-Kunstwerk in einer Nacht- und Nebelaktion entfernen ließ, wäre ohne die Agitation der AfD auch dort nicht denkbar gewesen.<<

Unser Oberbürgermeister sei vor der AfD eingeknickt - das ist es, was hängenbleibt. 


Obelisk kommt in die Treppenstraße

(Dokumentation Pressemeldung Stadt Kassel) Nach dem Abbau des Obelisken in der vergangenen Woche wird das Kunstwerk künftig auf dem neuen Standort Treppenstraße stehen. Darauf einigten sich jetzt Oberbürgermeister Christian Geselle und der Künstler Olu Oguibe. Der Künstler erklärte in einem Brief am 8. Oktober 2018 gegenüber dem Oberbürgermeister, dass er nunmehr mit dem von der Stadtverordnetenversammlung in ihrem Beschluss vom 24. September 2018 vorgeschlagenen Standort Treppenstraße einverstanden sei.

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Obelisk wurde abgebaut

(Dokumentation Pressemeldung Stadt Kassel) Der Obelisk wurde am Morgen des 3. Oktober auf dem Königsplatz abgebaut und zunächst sicher verwahrt. Der Leihvertrag zwischen der Stadt Kassel und dem Künstler Olu Oguibe war am Sonntag, 30. September 2018, abgelaufen. Gleiches trifft auf die Nutzungsüberlassung der öffentlichen Verkehrsfläche auf dem Königsplatz zu. Die Stadtverordnetenversammlung hatte am 18. Juni 2018 beschlossen, dass der Obelisk am Königsplatz abgebaut werden soll, falls keine Einigung mit dem Künstler erzielt wird. Ein erneuter Antrag, den Obelisken auf dem Königsplatz zu belassen, wurde von der Stadtverordnetenversammlung am 24. September 2018 abermals abgelehnt. Damit hat die Stadtverordnetenversammlung die Entscheidung zum Abbau getroffen. "Obelisk wurde abgebaut" vollständig lesen

documentastadt Kassel

Als die Fremden aus dem Osten über die Mauer kamen,

begann man den 3. Oktober als Tag der deutschen Einheit zu feiern.

Just an einem solchen Feiertag riss man in Kassel ein Kunstwerk ab,

dass die Aufnahme von Fremden begrüßte.


Vergleiche

Las heute, dass der Kasseler von der AfD den Obelisken mit einem Phallus verglich. Was für eine spitze Phantasie.

Buchempfehlung

Seit Ende Februar 2018 gibt es ein neues Buch mit Erinnerungen an diverse documenta-Ausstellungen, das ich empfehlen möchte, und zwar für jene,  denen die documenta am Herzen liegt. Kunst ohne Herz ist leer. Herausgegeben wurde der Band von Harald Kimpel.

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Presseerklärung von Olu Oguibe

Es tut mir persönlich weh zu sehen, wie ein Künstler sich differenziert artikuliert, sich die Mühe macht, sich zu erklären, als wäre da jemand, der seine Worte versteht. Sicher gibt es etliche in Kassel, die auf der Seite Oguibes sind, aber sie schweigen - warum auch immer!



Hier ist die Presseerklärung im Original:


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Um was ging es eigentlich? "I was a Stranger and you took me in"

Der Text ist von Marlis Cavallaro und wurde wegen techn. Probleme von Klaus Baums PC hochgeladen.

Zum leidigen Obelisk-Sturm im Kassel-Glas der Unvernunft

Wo anders als im gefühlten Zentrum einer Stadt, wo sich fast alle Wege kreuzen und Leute lesend einen Augenblick  verweilen, kann ein solcher Spruch volle Kraft entfalten  - "Ich war ein Fremdling und Ihr habt mich beherbergt" oder m.E. eleganter und in der Deutung schillernder: "I was a stranger and you took me in", in mehreren Sprachen. Eine historische Skulpturen-Form, ursprünglich durch die jahrtausende hindurch von  Herrschern, Kriegen oder/und Tyrannen und Siegen zeugend, steht auf einem "Königs"platz und  übt mit einem Spruch vonseiten der Ohnmächtigen Wirkungsmacht aus, weil nicht gejammert oder angeklagt wird, sondern in solcher Form würdevoll gedankt. Doch hier kann offenbar nichts "Raum in der Herberge" finden - peinliche Fehler eines Strangers (anfängliche hohe Preis-Forderung, Sprachunsicherheit  beim Wählen eines Begriffes, Unkenntnis unserer zur weltoffenen documenta - milde ausgedrückt:  - etwas widersprüchlichen nordhessischen Ahle-Wurscht-und-Schmand-Mentalität) nützen der Abwehr ganz herzallerliebst und können drum nicht verziehen werden.


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Oguibe, der Obelisk und kein Ende

Wie hoch ist der Idioten-Index in Kassel? Vermutlich sehr hoch.

Um diese Behauptung zu verstehen, ist es unerlässlich, den folgenden Artikel in der Zeitschrift MONOPOL gelesen zu haben: https://www.monopol-magazin.de/documenta-kassel-streit-um-oguibe-obelisk

Es geht um das Ansinnen der Stadt Kassel, den Obelisken, der derzeit noch auf dem Königsplatz steht, auf den Holländischen Platz zu verfrachten. Um dem Künstler dieses Ansinnen schmackhaft zu machen, versprach man ihm, dass täglich 27.000 Studenten den Holländischen Platz passieren. In der Zeitschrift MONOPOL ist dazu folgendes zu lesen:


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Obelisk oder nicht

Im Kasseler Kultturforum gab es dieser Tage eine "erregte" Diskussion um den Obelisken auf dem Königsplatz. Harald Kimpel, der ein Monopol zu allen documenta-Fragen in Kassel sich erarbeitet hat, ist der Meinung: Kein Obelisk.

Seine Begründung ist alternativlos: Der Obelisk könne wegen der Straßenbahnschienen nicht auf der Mitte des Königsplatzes stehen.

Gewiss ist es so, dass Obelisken gewöhnlicherweise in der Mitte von Plätzen stehen, aber ist das ein Dogma?

Ist der Mensch ('Ihr habt mich aufgenommen ...') für die kunsthistorische Korrektheit da oder die Kunst für den Menschen?

Stehen alle Obelisken dieser Welt in der Mitte? Oder: Wo steht der Obelisk vorm ehemaligen Gebäude der Bundesbank, das sich rechts vom Kasseler Stadtmuseum befindet? Steht er überhaupt? Nein? Er wird von einem starken Mann getragen, und dieser steht am Rande einer Semi-Grünanlage zum Bürgersteig hin.


Nieder mit der Problembeweinungskunst

Wie Kunst, will sie keine Problembeweinungskunst sein, aussehen muss, zeigt die berühmte Szene aus dem Film "Das Leben des Brian". Harald Kimpel hat sie wärmstens empfohlen.

https://www.youtube.com/watch?v=SJUhlRoBL8M

Wie Kunst nicht sein soll, sieht man im folgenden, speziell im Filmausschnitt, der mit Clip 2 bezeichnet ist (zweiter Filmausschnitt von oben). So ein Beweine ist doch fürchterlich. Schluss mit Mitgefühl und Empathie. Schluss mit der Darstellung von Elend.

https://klausbaum.wordpress.com/2015/02/15/die-roten-manner-ii/


documenta 14 und Annette Kulenkampff

Es gibt einen offenen Brief von documenta-Künstlern wider die Absicht administrativer Eingriffe der Politik in die Gestaltung der documenta.

https://docs.google.com/document/d/1Ee0hHzIXNNUv0ddVq45X_VLSvQQk-x9lZpMvmASW7Do/edit

interessant in diesem Zusammenhang ist folgende Anektode, denn sie enthält, was in der Philosophie ein dialektisches Umschlagen genannt wird.

Roland Koch, ehemaliger Ministerpräsident von Hessen, hielt anläßlich der 50-Jahr-Feier der documenta eine bemerkenswerte Rede, in der er hervorhob, dass er die künstlerischen Leiter der documenta-Austellungen beneide, weil sie eine souveräne Gestaltungsmacht hätten, während er in der Politik ständig von demokratischen Einsprüchen ausgebremst würde.

Käme es nun dazu, dass sich das Begehren der Politik durchsetzte, bei der documenta mitzubestimmen, und würde Roland Koch künstlerischer Leiter einer der folgenden documenta-Ausstellungen werden, so hätte die Politik den Politiker eingeholt - und es wäre wieder nichts mit der unbeschränkten Gestaltungsmacht.

Man muss sich in diesen Zeiten beeilen, bevor die Politik einem immer mehr Möglichkeiten der Selbstverwirklichung beschneidet.


Annette Kulenkampff verlässt die documenta


Ein Kommentar von Hans D. Christ

Auf gegenseitigem Einverständnis, so die offizielle Verlautbarung, tritt Annette Kulenkampff zum 01. Juni 2018 von ihrem Amt als Geschäftsführerin der documenta gGmbH zurück. Der offizielle Grund ist ein Defizit, von dem finale Zahlen nicht bekannt sind, das sich so um die 5 Millionen Euro bewegt. Die Politik zeigte sich erschüttert und die AFD verklagt den künstlerischen Leiter Adam Szymczyk und Annette Kulenkampff auf den Verdacht der Untreue. Im Hintergrund rauschen Töne



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