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Seid fruchtbar und mehret euch ...

...und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht.
(1. Buch Mose)

Einer der verheerendsten Sätze, die je geschrieben wurden. Vielleicht noch nachvollziehbar, wenn man das Weltbild und das Wissen der Menschen vor gut 2000 Jahren berücksichtigt. In seiner aktuellen Interpretation rechtfertigt er jedoch so ziemlich alles, was unseren Planeten an den Rand des Abgrunds gebracht hat.

Trotzdem kann ich der Philosophie von Veganern und Tierschützern vom Kaliber Peta nicht folgen, nach der die Rettung im Fleischverzicht liegen soll.
Der Bibelvers liefert auch eine indirekte Antwort auf die Frage, wie man des Problems Herr werden kann.

Ohne weiteres einzusehen ist, dass das Leerfischen der Weltmeere und die Massentierhaltung irgendwann zum Kollaps ganzer Teil-Ökosysteme führen muss. Ganz abgesehen von der aktuell diskutierten ethischen Frage, ob wir das Leid der Tiere hinnehmen dürfen, um nicht auf unsere Schnitzel, Hähnchen und Lachsfilets verzichten zu müssen.

Wenn man die hinreichend abgesicherte Erkenntnis ernst nimmt, dass der Mensch ein Allesfresser ist und sich am oberen Ende der Nahrungskette befindet, dann kann man den Theorien der Vegetarier und Veganer eigentlich nicht folgen. Das bedeutet jedoch keinesfalls, dass man milliardenfache Tierquälerei als unvermeidlich hinnehmen muss. Einerseits.

Andererseits: Die notwendige Substitution von Nährstoffen und Vitaminen, die bisher aus tierischer Nahrung aufgenommen wurden, setzt aufwendige industrielle Prozesse, z.B. chemische Verfahren, voraus, die an anderer Stelle ihre Spuren im Ökosystem hinterlassen. Auch die gigantischen Monokulturen, die erforderlich wären, um die gesamte Bevölkerung vegan zu ernähren, hätten unabsehbare Folgen für das Ökosystem.

Will man also erreichen, dass sich der Mensch mit „gesunder Mischkost“ ernährt, die natürlich auch Fleisch enthalten muss (wenn auch deutlich weniger, als aktuell üblich!), dann ist klar, dass der heutige Weg der industriellen Nahrungsproduktion insgesamt ein Irrweg ist. Leider ist auch die bäuerliche Landwirtschaft des 19. und frühen 20. Jahrhunderts nicht produktiv genug, um alle Mäuler zu stopfen.

Es kristallisiert sich bei dieser Betrachtung heraus, dass bei bisher allen Lösungsansätzen ein wesentlicher Faktor nicht einbezogen ist – und man kann zu der Vermutung kommen, dass alle vor den daraus abzuleitenden Konsequenzen Angst haben.

Die Ursache aller Probleme ist letztlich die Überbevölkerung, getreu der Bibel: Seid fruchtbar und mehret euch...

Jede Ressource dieses Planeten ist endlich, jede! Und wenn wir das globale Ökosystem so erhalten wollen, dass es den Lebewesen, die sich in Jahrmillionen darin eingerichtet haben, einigermaßen zuträglich ist, dann müssen wir uns vom Wachstum verabschieden – und zwar vom Bevölkerungswachstum.

Nun sind wir zwar die intelligenteste Spezies auf dem Planeten, aber ob wir hier die Einsicht in das Notwendige aufbringen, darf bezweifelt werden. Notwendig sind sofortige und umfassende Maßnahmen zur Geburtenreduzierung – weltweit. Wer dieses Szenario zu Ende denkt, dem läuft es kalt den Rücken herunter. Genau deshalb sehe ich schwarz für die nächsten ein-, zweihundert Jahre.

Kriegerische Verteilungskämpfe, zunehmende Wetterkatastrophen und Epidemien und eine krasse Zweiteilung der Gesellschaft werden stattfinden. Klimawandel und Armutsmigration werden auch die Strukturen der Industriestaaten zerstören. Die Masse der Weltbevölkerung verarmt und wird sich gegenseitig umbringen, entweder direkt per Krieg oder durch die eine oder andere Art des Aushungerns. Einige Wenige werden es schaffen, sich aufgrund ihrer finanziellen Ressourcen in Fluchtburgen zu verschanzen und den Kollaps der Bevölkerung und des Klimas überdauern.

Es klingt bitter, ergibt aber Sinn: Macht ruhig so weiter. Denn je schneller sich die beschriebene Entwicklung einstellt, desto weniger Massensterben wird es geben und desto eher haben wir es hinter uns. Schade nur, dass diejenigen, die maßgeblich den Untergang zu verantworten haben, letztlich die Stammväter eines (sicher nicht geläuterten) Homo sapiens 2.0 sein werden. Denn der wird die gleiche Entwicklung erneut in Gang setzen. Eine Perspektive, die wenig Freude macht.

Ich gehe jetzt essen. Heute ist Schnitzeltag in meiner Stammkneipe: Jägerschnitzel, groß wie eine Bärenpranke, mit Pommes und gem. Salat für sage und schreibe 5 Euro. Nach mir die Sintflut...

Und jetzt hackt ruhig auf mir rum - aber lest vorher nochmal langsam und genau, was ich geschrieben habe.

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