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<title>kassel-zeitung podcast: Dokfilmfest - BALAKLAWA ODYSSEY - Interview mit Sebastian Kaiser</title>
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<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 11:44:44 +0200</pubDate>
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    <pubDate>Sat, 17 Nov 2007 23:26:00 +0100</pubDate>
    <title>Dokfilmfest - BALAKLAWA ODYSSEY - Interview mit Sebastian Kaiser</title>
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    <itunes:subtitle>Balaklawa war das &#8222;gallische&#8220; Dorf der Sowjetunion, das im Kalten Krieg dem Klassenfeind trotzte. Dieser kleine Ort an der S&#252;dspitze der Krim fungierte seit den 50iger Jahren als Basis der U-Boote der Schwarzmeerflotte. StadtZeit Kassel </itunes:subtitle>
    <itunes:summary>Balaklawa war das &#8222;gallische&#8220; Dorf der Sowjetunion, das im Kalten Krieg dem Klassenfeind trotzte. Dieser kleine Ort an der S&#252;dspitze der Krim fungierte seit den 50iger Jahren als Basis der U-Boote der Schwarzmeerflotte. StadtZeit Kassel sprach mit dem Regisseur &#252;ber sein Projekt.
In den Taurisberg, der die Bucht umgibt, wurde ein U-Boot-Hangar getrieben, der gleichzeitig als Bunker und Lager von Atomwaffen diente. Eine streng geheime Anlage, so geheim, dass der gesamte Ort f&#252;r Besucher und Zivilisten geschlossen war und der Ort Balaklawa auf sowjetischen Karten nicht auftauchte. Damit wurde ein wichtiger Teil abendl&#228;ndischer Kulturgeschichte unzug&#228;nglich. Balaklawa, in der Antike von Griechen besiedelt, ist Schauplatz des Tantalidenmythos. Homer berichtete in seiner Odyssey offensichtlich schon von der Bucht, Euripides und sp&#228;ter Goethe nahmen den Mythos der &#8222;Iphigenie auf Tauris&#8220;, der in Balaklawa angesiedelt ist, in Theaterst&#252;cken auf.
Erst mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der Aufl&#246;sung der U-Boot-Flotte &#246;ffnete sich Balaklawa. Als Auftakt einer kulturellen Vitalisierung des Ortes veranstaltete der Berliner Sebastian Kaiser 2006 in dem U-Boot-Hangar ein internationales Kunstfestival. Parallel entstand der vierteilige Film BALAKLAVA ODYSSEY, der einerseits Bewohner und Veteranen portraitiert, die in der einst geschlossenen Stadt dienten und zugleich das Kunstevent dokumentiert.
Viele der Interviewten &#8211; darunter hochrangige Offiziere der Schwarzmeerflotte und U-Boot-Kapit&#228;ne &#8211; erlebten die Periode von Beginn bis Ende des Kalten Krieges. Heute hoch betagt, geben die Lebensgeschichten dieser Menschen exemplarisch Aufschluss &#252;ber Mentalit&#228;t und Zerfall der Sowjetunion. Der Film zeichnet die historische und kulturelle Vielschichtigkeit sowie die &#214;ffnung Balaklawas nach, die sich wie eine Parabel auf die &#214;ffnung des &#246;stlichen Europas nach dem Kalten Krieg ausnimmt.</itunes:summary>

    <description>&lt;p&gt;Balaklawa war das &amp;#8222;gallische&amp;#8220; Dorf der Sowjetunion, das im Kalten Krieg dem Klassenfeind trotzte. Dieser kleine Ort an der S&amp;#252;dspitze der Krim fungierte seit den 50iger Jahren als Basis der U-Boote der Schwarzmeerflotte. StadtZeit Kassel sprach mit dem Regisseur &amp;#252;ber sein Projekt.&lt;br /&gt;
In den Taurisberg, der die Bucht umgibt, wurde ein U-Boot-Hangar getrieben, der gleichzeitig als Bunker und Lager von Atomwaffen diente. Eine streng geheime Anlage, so geheim, dass der gesamte Ort f&amp;#252;r Besucher und Zivilisten geschlossen war und der Ort Balaklawa auf sowjetischen Karten nicht auftauchte. Damit wurde ein wichtiger Teil abendl&amp;#228;ndischer Kulturgeschichte unzug&amp;#228;nglich. Balaklawa, in der Antike von Griechen besiedelt, ist Schauplatz des Tantalidenmythos. Homer berichtete in seiner Odyssey offensichtlich schon von der Bucht, Euripides und sp&amp;#228;ter Goethe nahmen den Mythos der &amp;#8222;Iphigenie auf Tauris&amp;#8220;, der in Balaklawa angesiedelt ist, in Theaterst&amp;#252;cken auf.&lt;br /&gt;
Erst mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der Aufl&amp;#246;sung der U-Boot-Flotte &amp;#246;ffnete sich Balaklawa. Als Auftakt einer kulturellen Vitalisierung des Ortes veranstaltete der Berliner Sebastian Kaiser 2006 in dem U-Boot-Hangar ein internationales Kunstfestival. Parallel entstand der vierteilige Film BALAKLAVA ODYSSEY, der einerseits Bewohner und Veteranen portraitiert, die in der einst geschlossenen Stadt dienten und zugleich das Kunstevent dokumentiert.&lt;br /&gt;
Viele der Interviewten &amp;#8211; darunter hochrangige Offiziere der Schwarzmeerflotte und U-Boot-Kapit&amp;#228;ne &amp;#8211; erlebten die Periode von Beginn bis Ende des Kalten Krieges. Heute hoch betagt, geben die Lebensgeschichten dieser Menschen exemplarisch Aufschluss &amp;#252;ber Mentalit&amp;#228;t und Zerfall der Sowjetunion. Der Film zeichnet die historische und kulturelle Vielschichtigkeit sowie die &amp;#214;ffnung Balaklawas nach, die sich wie eine Parabel auf die &amp;#214;ffnung des &amp;#246;stlichen Europas nach dem Kalten Krieg ausnimmt.&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;

    &lt;li&gt;
&lt;a href="http://www.stadtzeit-kassel.de/Aktuell.html" title="Magazin fÃ¼r Kassels innovative Seiten"&gt;StadtZeit Kassel&lt;/a&gt; :: Magazin fÃ¼r Kassels innovative Seiten&lt;/a&gt;
    &lt;/li&gt;

    &lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href="http://kassel-zeitung.de/podcast/pod/ks-zeitung-podcast-2007-11-17-94599.mp3"&gt;File Download (10:20 min / 10 MB)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>

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