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Neuer Platz in Rothenditmold erinnert an Ottokar Knierim

(Pressemeldung Stadt Kassel) Klein, aber fein – ein neuer Platz ist im Stadtteil Rothenditmold entstanden und wird den Namen des 2016 verstorbenen langjährigen Ortsvorstehers und Rothenditmolder Urgesteins Ottokar Knierim tragen. Die Einweihung ist Teil der 700-Jahr-Feier des Stadtteils und findet im Beisein der Familie am Freitag, 1. September, um 17 Uhr auf dem Platz beim Hessenkolleg statt.
Die Neugestaltung der 350 Quadratmeter großen Fläche (an der Kreuzung Hersfelder Straße/Marburger Straße zwischen der Ziegenhainer und der Witzenhäuser Straße) ist im Zuge der Erneuerung der Ziegenhainer Straße durch das Straßenverkehrs- und Tiefbauamt der Stadt Kassel möglich geworden. 128.000 Euro der Gesamtkosten von 160.000 Euro kommen aus dem Bund-Länder-Programm Soziale Stadt.

Der künftige Ottokar-Knierim-Platz hat eine gepflasterte Oberfläche erhalten und ist barrierefrei zugänglich. Neue Sitzbänke und Mauern laden zum Verweilen ein. Eine Beleuchtung ist ebenfalls vorgesehen. Die Bäume im Platzbereich blieben weitgehend erhalten. Für das geplante Kunstwerk „Verwirbelungen“, das den Platz mit seiner Höhe von fünf Metern prägen wird, ist ein Fundament mit Hülse berücksichtigt. Sowohl das beratende Stadtteilgremium als auch der Ortsbeirat hatten sich vorher eingehend mit dem Projekt befasst.

Rothenditmold wurde 2010 in das Bund-Länder-Programm Soziale Stadt aufgenommen. Damit ist eine ganze Reihe von Projekten zur städtebaulichen, sozialen und wirtschaftlichen Erneuerung des Stadtteils möglich. Grundlage ist das Integrierte Handlungskonzept, das unter anderem zum Ziel hat, das Wohnumfeld zu verbessern und mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen.

Stadträtin Esther Kalveram wird das Straßenschild enthüllen. Die Laudatio übernehmen Ortsvorsteher Hans Roth und Weggefährten. Die Familie lädt zu Getränken und zu einem kleinen Imbiss ein.

Gedenkstein
Auf einer Gedenktafel für den Namensgeber des Platzes ist folgender Text zu lesen: „Ottokar Knierim war von 1971 bis 1981 Vorsitzender des damaligen Verwaltungsausschusses für Rothenditmold. Mit der Gründung des Ortsbeirates wurde er von 1981 bis 1997 dessen erster Ortsvorsteher.
Kaum jemand in unserer Stadt kannte sich mit den Einzelheiten der Geschichte Rothenditmolds so gut aus wie Ottokar Knierim. Gerne gab er sein Wissen bei Führungen, bei Wanderungen entlang der Stadtteilgrenzen, bei Bilderspaziergängen oder im Erzählcafé weiter. Im von ihm gegründeten Stadtteilarchiv dokumentierte er die Entwicklung Rothenditmolds vom Dorf über die Eingemeindung 1906 nach Kassel bis zum wichtigsten Industriestandort der Stadt.
Ottokar Knierim wurde in Rothenditmold geboren. Als Kind und Jugendlicher erlebte er die Trennung der Großfamilie durch die Kriegswirren. Er machte eine Schuhmacherlehre in der Nähe von Rotenburg an der Fulda, wurde Mitglied der evangelischen Jugend, arbeitete in einer Jugendhilfeeinrichtung in der Schweiz, studierte Sozialarbeit an der AWO Akademie in Mannheim, arbeitete unter anderem beim Jugendamt der Stadt Kassel. Zuletzt war er leitender Sozialarbeiter in der Justizvollzugsanstalt Kassel-Wehlheiden.
Bürgerinteressen über Parteigrenzen hinweg und Gemeinwohl hatte er stets im Blick. Seine Mitgliedschaft in vielen Vereinen und seine Begabung zu integrieren zeichneten seine politische Arbeit aus. Ottokar Knierim war seit jungen Jahren Sozialdemokrat. Er galt in Rothenditmold als politisches Urgestein.“

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