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Der Problemflughafen Calden braucht realistische Lösungen – keine Legenden

„Der Flughafen Calden braucht endlich einen Blick auf die Fakten.“ so Lutz Getzschmann von der Fraktion der Kasseler Linke. „Die Wunschzahlen der Planung haben in der Realität nicht annähernd Bestand. Nun verdreht die nordhessische SPD die Realität zur Legende, dass die Kritiker durch „Schlechtreden“ an der Misere schuld seien.“
Fakt ist, der Bedarf an Flughafenkapazitäten in Calden ist von den Fluggesellschaften und Reiseanbietern so gut wie nicht vorhanden.
Fakt ist, das die bestehenden Angebote von Germania in Calden so schlecht nachgefragt waren, dass sie wieder eingestellt worden sind.
Fakt ist, dass beim neuen Angebot von Sundair pro Passagier 324 Euro aus öffentlichen Kassen, konkret vom Land Hessen, vom Landkreis Kassel, der Stadt Kassel und der Gemeinde Calden fließen.
„Statt jetzt in Wagenburgmentalität die Ursachen des Flops anderen zuschreiben zu wollen, müssen die Fakten in die Öffentlichkeit. Dann besteht die Chance Lösungen zur Verringerung der Geldvernichtung zu finden.“ kommentiert Mirko Düsterdieck von der Kasseler Linken. “Kassel könnte besser mehr Erzieher*innenstellen finanzieren, um die beschlossene Angebotseinschränkung überflüssig zu machen.
Hintergrund
Für das Wirtschaftsjahr 2017 rechnet die Flughafen GmbH mit einem Defizit von 6.549.266 Euro. Eine weiterer Transfer von öffentlichem Geld findet durch die freiwillige, jährliche Zahlung von 3.158.347 Euro (Zahl von 2015) an die Flughafen GmbH durch Land Hessen, Landkreis Kassel und Stadt Kassel statt. Zusammengerechnet und durch die angestrebte Zahl von 30.000 Passagieren geteilt kommt ein Zuschuss von 324 Euro pro Passagier zusammen. Das dürfte in vielen Fällen in der Größenordnung des Flugticketpreises liegen, den die Passagiere mit eigenem Geld bezahlen.

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