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Festlichkeiten am Kasseler Hof um 1600 - Die fürstliche Kindstaufe der Elisabeth von Hessen und ihre Musik beim Festival für Alte Musik „La Principessa“ in der Kasseler Sparkasse

Kammerchor der Kreuzkirche
Kammerchor der Kreuzkirche unter der Leitung von Jochen Faulhammer
Wie wurden im 17. Jahrhundert große Feste gefeiert? Die fürstliche Kindstaufe der Elisabeth von Hessen und ihre Musik ist Thema der nächsten Veranstaltung des Festivals für Alte Musik „La Principessa“. Am 9. Juni 2016, 19:00 Uhr, wird in der Kundenhalle der Kasseler Sparkasse, Wolfsschlucht 9 in Kassel ein unvergessliches Klangereignis geboten.
Kassel gehörte zwischen 1590 und 1630 zu den führenden Musikzentren Europas. Dies wieder allgemein bewusst und für die Sinne erfahrbar zu machen, ist das Ziel des Festivals „La Principessa“ für Alte Musik.
Prof. Hartmut Broszinski wird in seinem Vortrag einen Einblick in die Festlichkeiten am Kasseler Hof anlässlich der Kindstaufe Elisabeth von Hessens geben. Der Kammerchor der Kreuzkirche wird unter der Leitung von Jochen Faulhammer zahlreiche Musikbeispiele aus dieser Zeit zum Erklingen bringen. Sie stammen aus dem reichen Repertoire des historischen Notenbestandes der Universitätsbibliothek Kassel.

9. Juni 2016, 19:00 Uhr
Kundenhalle der Kasseler Sparkasse
Wolfsschlucht 9 in Kassel
Festival "La Principessa 2016"
2. Veranstaltung:
"Festlichkeiten am Kasseler Hof um 1600
Die fürstliche Kindstaufe der Elisabeth von Hessen und ihre Musik"



Neben Werken von Hans Leo Hassler, Orlando di Lasso und William Byrd werden Chorsätze von Valentin Haußmann aufhorchen lassen. Insbesondere die Aufführung der Haußmann-Madrigale lässt den musikalischen Teil der Veranstaltung zu einem unvergesslichen Klangereignis werden. Erst durch den Ankauf eines verschollen geglaubten Alt-Stimmbuchs im Herbst 2015 ist es wieder möglich, diese wunderbaren Kompositionen aufzuführen.
Veranstalter ist cavata cassel e.V., der Verein für Alte Musik, in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Hofgeismar. Dem Festivalwochenende vom 23. bis 25. September 2016 werden über den Sommer einführende Vorträge mit Musik vorangestellt, die schon einen ersten Eindruck von dieser spannenden Zeit vermitteln.

Der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein, übernimmt von der politischen Seite die Schirmherrschaft, die musikalische Schirmherrschaft repräsentiert die britische Sopranistin Dame Emma Kirkby, die sich der Alten Musik besonders verpflichtet fühlt.

Die Namensgeberin des Festivals „La Principessa“, Elisabeth von Hessen (1596-1625), ist die erstgeborene Tochter des Landgrafen Moritz von Hessen (Regierungszeit 1592-1627). Aus Anlass und zu Ehren von Elisabeths Taufe lud Moritz der Gelehrte im Jahre 1596 zu Feierlichkeiten an seinen Hof ein. Mehr als eine Woche lang entfaltete sich all der Glanz, die Pracht und Kunstfertigkeit dieser Zeit in Kassel. Eine der Taufpaten war Elisabeth I. von England.
Die Laute, das Instrument, dem La Principessa Elisabeth besondere Zuneigung entgegen brachte, wird wie ein roter Faden durch alle Konzerte und Vorträge leiten.

Die Veranstaltungsorte Hofgeismar und Kassel dokumentieren die Verbindung zwischen der ehemaligen Residenzstadt Cassel mit ihrem Umland. Ein besonderes Anliegen der Veranstalter ist die Vermittlung an Kinder und Jugendliche durch Musikschulen und Schulen. Eine weitere Intention ist die Gewinnung von Kirchenmusikern und Musiklehrern sowohl in Hofgeismar als auch in der Region Kassel für eine weiterführende Zusammenarbeit und die Vernetzung der kulturellen Institutionen der Region. Die kostenlose An- und Abreise mit der Regiotram wird möglich durch die Unterstützung durch den NVV, der für das Wochenende ein Kombiticket anbietet.

Die Musikgeschichte des 16. Jahrhunderts ist die Geschichte eines Wandels von nationalgebundenen Musikstilen hin zu einer Globalisierung im damaligen Musikeuropa. Förderer aufstrebender Komponisten waren seit jeher klerikale und weltliche Würdenträger. Durch den europaweit zunehmenden fürstlichen Einfluss und die damit einhergehende Entwicklung des professionell angestellten Musikers entstand eine Art Wettstreit unter den Landesherren, der letztendlich dazu beitrug, die Entwicklung einer musikalischen Avantgarde zu forcieren. Den außerordentlichen musischen Interessen des Moritz von Hessen ist es zu danken, dass der Kasseler Hof um 1600 ein musikalisches Netzwerk entwickelt hatte, das von England bis Italien gespannt war.
In dieser Zeit entstand eine einzigartige Notensammlung, die trotz der Kriege zu einem Großteil erhalten geblieben ist. Dieser musikalische Schatz, der bis heute nur zum Teil erschlossen wurde, soll durch das Festival „La Principessa“ zum Klingen gebracht werden.


Veranstalter:
Die Evangelische Akademie Hofgeismar nimmt sich der aktuellen Fragen der Region an und versteht sich als Ort des interdisziplinären Diskurses über Themen, die nicht nur die Region bewegen. Deshalb pflegt die Evangelische Akademie Hofgeismar die Zusammenarbeit mit Partnern.
www.akademie-hofgeismar.de

cavata cassel e.V. hat sich seit Gründung des Vereins im Jahre 2011 in Kassel einen Namen gemacht für die Erschließung der musikalischen Schätze der Stadt. Regelmäßig veranstaltet der Verein Konzerte, in deren Mittelpunkt das Repertoire der Casseler Hofcapelle aus der Zeit der Spätrenaissance steht. Dieses spiegelt das reiche kulturelle Erbe, das in einer vergessenen glanzvollen Epoche der Stadtgeschichte zusammengetragen wurde. Zur Pflege dieses Erbes hat sich cavata cassel e.V. verpflichtet.

Organisationsteam:
Barbara Deinsberger, Jochen Faulhammer, Dr. Angelika Horstmann, Renate Matthei (alle cavata cassel e.V.) und Karl Waldeck (Direktor der Evangelischen Akademie Hofgeismar)

Beirat:
Renate Annecke, Wolfgang Annecke, Dr. Eckart Claus und Dr. Udo Schlitzberger

Kontakt:
cavata cassel e.V., Bachstraße 12, 34131 Kassel, www.la-principessa.de, info@la-principessa.de

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