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Offenes WLAN in Kassel kommt unaufhaltsam

OB Hilgen hat einseitig und ohne Rücksprache mit den Fraktionen die interfraktionelle Vereinbarung aufgekündigt, die den Fraktionsbüros einen Internetzugang über das Rathausnetz ermöglicht.
Anlass war das von der Kasseler Linken in ihrem Fraktionsbüro angebotene offene WLAN. Nun droht OB Bertram Hilgen der Fraktion Kasseler Linke mit dem Entzug des DSL-Zugangs zum 15.11. falls Sie sich weigert, den offenen WLAN-Zugang abzustellen.
„Dass ein Oberbürgermeister auf diese Weise die Arbeitsfähigkeit einer Fraktion der Stadtverordnetenversammlung untergraben will, dürfte ein bisher einmaliger Vorgang in demokratisch verfassten Kommunen sein“ so Axel Selbert, Fraktionsvorsitzender der Kasseler Linken.

OB Hilgen führt als Begründung Sicherheitsbedenken an, er mochte diese Bedenken gegenüber der Fraktion auch auf Nachfrage nicht präzisieren.
Kurz vor der Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung für ein freies städtisches WLAN richtete die Kasseler Linke das offene WLAN-Angebot in Zusammenarbeit mit den Freifunkern Kassel ein. Das kostete die einmalige Anschaffung eines WLAN-Routers für rund 20 Euro und nutzt die schon vorhandene Infrastruktur. Die neue Freifunkverbindung ist, zusätzlich zur Tunnelung der DSL-Verbindung im Stadtnetz, verschlüsselt und getunnelt.
Die Fraktion der Kasseler Linke hatte bereits vor der WLAN-Freifunklösung jahrelang ohne Beanstandungen ein WLAN-Angebot für Beschäftigte, Fraktionsmitglieder und Gäste betrieben. Der Wechsel zu der Freifunklösung ist nach unserer Auffassung durch folgende Regelung der interfraktionellen Vereinbarung abgedeckt: „Der Internetzugang wird dabei für die Fraktionen uneingeschränkt zur Verfügung gestellt. D.h., es gibt keine Einschränkungen bezüglich des Zugriffs auf bestimmen Seiten oder Dienste im Internet.“

Offene WLAN-Zugänge an städtischen Gebäuden wie den Museen kostengünstig bereit zu stellen, hatte die Kasseler Linke bereits vor Monaten in der Stadtverordnetenversammlung beantragt. Die Stadtverordnetenversammlung beschloss dies Mitte Oktober, nachdem ROTGRÜN die Prüfung möglichst auf eine teurere Lösung mit unabhängigen WLAN-Stationen durch die Kasseler Netcom einschränkte.
Die Lösung der Netcom, die auf dem Hessentag in Hofgeismar ein entsprechendes WLAN Angebot erfolgreich betrieben hat, kostet nach den ersten Informationen im Ausschuss ca 1.500 Euro pro Sendepunkt. Bei der Dichte städtisch genutzter Gebäude, die schon über einen DSL-Zugang verfügen, könnte die technisch einfachere und günstigere Freifunklösung schnell eine breiteres Angebot an offenen WLAN-Spots schaffen.

Hintergrund:

Antrag der Kasseler Linken

WLAN Hotspots Karte der Freifunker Kassel



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