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Sonnenfinsternis killt Energiewende!

Totale Sonnenfinsternis mit Stromausfall
Schon in alten Zeiten verstanden es die Mächtigen und die mit ihnen verbündeten Priester, dem einfachen Volke Furcht und Gehorsam beizubringen, wenn sich die Sonne verdunkelte. An diese bewährte Tradition knüpfen die Energiekonzerne an, wenn sie den Strom-GAU für diesen Freitagvormittag ankündigen - schade eigentlich, dass es nicht schon letzte Woche war, am Freitag dem 13.!

Was also muss der staunende Unbedarfte den Medien entnehmen?
Zum Beispiel, dass durch die plötzlich eintretende Verdunkelung sämtliche Solaranlagen ihre Stromproduktion einstellen und so zu einem totalen Netzzusammenbruch führen können, wenn nicht mit Hilfe von konventionellen Kraftwerken rechtzeitig gegengesteuert wird. Und es sei hoch spannend, ob das gelinge, man habe schließlich in zahlreichen Probeläufen das gesamte Szenario variantenreich durchgespielt - aber man wisse ja nie… Es folgt der Hinweis, dass nur das Vorhalten leistungsfähiger konventioneller Kraftwerke das Schlimmste verhindern werde. Gemeint sind natürlich Braunkohle oder gar Kernkraft. Genau die! Die Botschaft lautet: Du dummes Volk, das an die Sonnenenergie glaubt, du wirst schon noch sehen, wie dein Fernseher dunkel bleibt und die Tiefkühltruhe auftaut.

Was wird denn nun passieren, wenn der Mond die Sonne bedeckt? Angenommen es ist klares Wetter, dann bekommen wir ein Naturschauspiel, das die Mehrzahl dieser Generation kein weiteres Mal zu sehen bekommt. Innerhalb einer guten halben Stunde wird die Sonne bedeckt sein. Und eine weitere halbe Stunde später ist alles wieder vorbei. Die Uhrzeiten sind auf die Sekunde bekannt, wo also ist das Problem, die Reservekapazitäten pünktlich anzufahren und wieder vom Netz zu nehmen, wenn die Sonne planmäßig wieder heftig strahlt?

Und: Eine schnell aufziehende Unwetterfront versetzt auch die Solaranlagen ganzer Regionen in wenigen Minuten in die Dunkelstarre. Wobei hier weder das zeitliche noch das räumliche Auftreten genau vorhersehbar ist. Die Aufgabe der Steuerungstechniker ist in diesem Falle also noch komplexer. Trotzdem sind mir keine Meldungen bekannt, dass durch starke Bewölkung die Stromnetze durch den Ausfall des Solarstroms instabil geworden wären. Schon der regelmäßige Tag-Nacht-Übergang ist eine vergleichbare Regelungsaufgabe, die bisher mit Bravour gemeistert wird.

Wenn die Sonnenfinsternis bei bedecktem Himmel stattfindet, ja dann ist man natürlich enttäuscht - weil man dieses tolle Spektakel dann nur im Fernsehen bewundern kann. Falls nicht plötzlich der Strom weg bleibt! Aber da können wir ganz beruhigt sein und uns auf unsere Ingenieure verlassen. (Es sei denn, die Vorstände der Energiekonzerne haben andere Weisungen erlassen.)

Energiemonopolisten aufgemerkt: Wir durchschauen das Spiel!

Nachtrag: Man bewundere meinen Mut, diesen Text VOR dem Ereignis veröffentlicht zu haben!

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Kommentare

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hel am :

genau das würde ich tun, wenn ich ein nicht zu hoher, machtgeiler akteur in einem energiekonzern wäre, dem wegen der regenerativen energieen die einnahmen wegbrechen: einen nicht ausgesprochenen auftrag meines vorstands ausführen: "schulze, sie wissen, dass es nicht gut wäre, wenn diese sonnenfinsternis ohne folgen fürs netz bliebe? kann ich mich auf sie verlassen?"

MR am :

Ich bewundere den Mut des Autors und des Kommentators, nach dem Tod Gottes noch (zivilreligiös) an das Überleben einer Machtzentrale und ihrer Priesterkaste zu glauben, sozusagen an den Big Manipulator... Wo sind die freudig Mitmachenden geblieben?

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