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Spielverhinderungsmöglichkeiten

Bisher gibt es noch keine Blindstudie darüber, wen in Kassel eigentlich der Fußball interessiert. Ich habe mich da mal bei mir selbst aus langjähriger Erfahrung, die es bei mir auch gibt, sachkundig gemacht.
Rein sachlich ist ja der Fußball eine Kunst, das Spiel gleichzeitig zu ermöglichen und zu verhindern. Das eine nennt man Verteidigung, das andere Angriff. Dazwischen liegt das sog. Mittelfeld, aus dem Kapitalismus wohlbekannt. Die berühmteste Verhinderungskunst stammt von "dem Intaliener", der nicht nur das sog. Spaghettifressen, sondern auch den Catenaccio erfunden hat. Den Riegel, wo man eben hintendrinsteht und durch Zufall bei einem Konter ein geringfügiges und kräftesparendes 1:0 produziert. Dazu kam die Kunst, bei der Berührung durch ein nazigeschultes deutsches Bein (vgl. Berti Vogts, fälschlich "Terrier" genannt) reihenweise in Ohnmacht zu fallen. Da gab es wunderbare Theatraliken, die dieses Volk sowieso gut beherrscht. Das "Pressing" wollen wir hier nicht weiter kommentieren, zumal es in den Berich der Gynäkologie hinüberreicht. "Der Spanier" nun hat dazu das Tiki-Taka-Spiel erfunden, das ebenfalls von Wikipedia als "ergebnisorientert" bezeichnet wird. Also nicht als Spiel. Der marseillaisische und Algerien-stämmige Monsieur Zidane hat sich dadurch zu einer verständlichen Kopfnuss verleiten lassen und wurde insofern zu Unrecht vom PLatz gestellt.
Bei den Bayern bin ich wir im Moment nicht so sicher. Es scheint sich im Moment um ein wohlsubventioniertes und schweizgeschmiertes Mischsystem zu handeln, das mal von der Filigrantität links und dem Kraftpaketchen rechts mitgemacht wird. Aber es erinnert mich an was Älteres, irgendwie Spielerischeres.

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Kommentare

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Größerer Versuch über das Balltreten am :

Der Gegenstand, über den im Folgenden gehandelt wird, ist der Fußball. Die bekannteste Begriffsbestimmung stammt aus dem Repertoire deutscher Sportreporter und heißt: Der Ball ist rund. Daß dieser Umstand Faszination bewirkt und seine massenwirksame Umsetzung selbst einen Krieg auslösen kann, wie den zwischen zwei mittelamerikanischen Bananenstaaten, wird allseits konstatiert und je nach der Position dessen, der sich mit dem Thema befaßt ins Unerforschliche menschlicher Psyche abgeschoben („Faszination Fußball" nannte das Fernsehen eine Sendereihe zum Auftakt der WM) oder dem Kapitalismus und seinen Verführungskünsten in die Schuhe geschoben. Daß aber der Fußball quer durch die gesellschaftlichen Klassen seine Anhänger hat, in den meisten Industriestaaten Stadien füllt, verweist auf ein Moment an ihm, daß die oben angeführten Erklärungsversuche nicht treffen. […]
(weiter im Link)

MR am :

was für ein herrlich schräger link! Danke, danke, danke. Ich wüpsste allerdings nicht, wo die "Erklärungsversuche" gelagert wurden. Ich war mehr von Eindrücken ausgegangen.

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